72-Stunden Aktion

Die 72-Stunden Aktion vom BDKJ war ein super Erfolg. Wir hatten viel Spaß bei unseren Projekt bei Regens Wagner und haben etliche neue Freundschaften geknüpft, wie man im nachfolgenden Zeitungsartikel lesen kann.

 

 

Gemeinsame Arbeit verbindet
Pfadfinder bringen gemeinsam mit Regens Wagner-Bewohnern den Garten auf Vordermann

Wie auf der Baustelle ging es am Wochenende auf dem Gartengelände von Regens Wagner in Burgkunstadt zu. Viele Helfer pumpten Wasser von der Wiese, bepflanzten Beete und verschönerten Wege.

An einem Eingang des Gelände grüßt den Besucher nun anstelle von tristem Teer die bunte Botschaft „Herzlich willkommen bei Regens Wagner“ in vielen Farben. Doch trotz des Arbeitseifers vergaßen die Helfer und Bewohner bei der Aktion den Spaß nicht. Überall hört man freudiges Gelächter und Späße, sowohl von den Heimbewohnern, als auch von den Gästen, die sich über das Wochenende per Zelt im Garten einquartiert haben.

Doch wer sind diese Gäste überhaupt? Im Rahmen der 72-Stunden-Aktion des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) unter dem Motto „Uns schickt der Himmel“ haben etliche Freizeit-Engel in Gestalt der Altenkunstadter DPSG-Pfadfinder ihren Weg auf das Gelände von Regens Wagner gefunden. Innerhalb der deutschlandweiten Sozialaktion für Jugendliche haben sie die Aufgabe bekommen gemeinsam mit den geistig beeinträchtigten Menschen den Garten des Burgkunstadter Wohnheims zu verschönern.

„Es ist wirklich toll wie gut die Kids und die Bewohner zusammen arbeiten. Da verschwimmen die Grenzen zwischen Einwohner und Gast völlig“, sagt Jungpfadfinder-Leiterin Sandra Wendel. Doch nicht nur die Gäste, sondern auch die Gastgeber sind begeistert. „Die Bewohner der Pflegestätte haben enorm viel Spaß gemeinsam mit den Pfadfindern. Bei dem ganzen Gelächter mag man kaum glauben, dass die wirklich arbeiten. Wenn man dann allerdings mal einen Blick nach draußen wagt ist man vom Fortschritt sehr überrascht.“

Bei so viel Spaß, Engagement und Zusammenarbeit habe man Grenzen überwunden. Oft hätten gerade Jugendliche keine genaue Vorstellung was es heiße geistig behindert zu sein, erklärt die Jungpfadfinder–Leiterin. Diese Aktion hätte ihnen nicht nur die Berührungsängste genommen, sondern zudem gezeigt, dass auch die Heimbewohner ganz normale Menschen sind, die sich eigentlich nicht von anderen unterscheiden und mit denen man viele tolle Erlebnisse haben kann.

„Die Bewohner der Pflegestätte haben enorm viel Spaß gemeinsam mit den Pfadfindern. Bei dem ganzen Gelächter mag man kaum glauben, dass die wirklich arbeiten.“
Sandra Wendel Jungpfadfinder-Leiterin
Hoher Besuch würdigte die Aktion. Der Bundesvorsitzende des Bundes der katholischen Jugend Dirk Tänzler reiste an und ließ sich durch den frisch umgestalteten Garten führen. Er lobte das Engagement beider Seiten und zeigte sich beeindruckt von der gemeinsam geleisteten Arbeit. Die Chance, sich in das Gästebuch einzutragen, wollte er sich bei so viel Begeisterung für die Sache nicht entgehen lassen. Am Sonntag schlossen Gäste und Gastgeber das gelungene und erfahrungsreiche Wochenende mit einer Grillfeier im umgestalteten Garten ab. Die Pfadfinder können also zu Recht von sich behaupten „vom Himmel geschickt“ worden zu sein.

Quelle: Obermain Tagblatt

 

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